Hallo zusammen!
Wenn Sie häufig Bohrungsbearbeitungsprojekte durchführen, haben Sie dann oft Fragen wie: Warum erzeugt mein 10-mm-Bohrer ein 10,1-mm-Loch? oder Warum brechen meine Bohrer so leicht?
In den meisten Fällen liegt das Problem nicht in einer unzureichenden Härte des Bohrers, sondern in einem unsichtbaren Störfaktor – dem Rundlauffehler.
In diesem Artikel erklären wir in einfachen Worten, was ein Runout ist und warum er wichtig ist.
Was ist ein Runout?
Kurz gesagt, bezeichnet Rundlauf das Taumeln oder Zittern eines Bohrers während der Rotation.
Stellen Sie sich eine perfekte Rotation vor. Wenn sich der Bohrer in der Maschine dreht, sollte seine Mittellinie exakt mit der Mittellinie der Maschinenspindel übereinstimmen. In diesem Moment erscheint der Bohrer vollkommen stillstehend und extrem stabil.
Wenn der Bohrer jedoch leicht dezentriert ist oder das Bohrfutter nicht richtig zentriert ist, beschreibt die Bohrerspitze beim Drehen eine kreisförmige Bahn. Das Ausmaß dieser Taumelbewegung wird als Rundlauffehler bezeichnet.
Was sind die Nachteile eines Runouts?
Bei Spiralbohrern aus Schnellarbeitsstahl (HSS) ist ein großer Rundlauffehler sehr problematisch. Er verursacht viele Probleme:
1. Zu große Bohrlöcher: Dies ist das häufigste Problem. Da der Bohrer eiert, schneidet er tatsächlich einen größeren Bereich ab als seinen eigenen Durchmesser.
2. Rauhe Bohrlochwände: Der eiernde Bohrer schabt an den Innenwänden des Bohrlochs und erzeugt so eine raue Oberfläche. Das Bohrloch kann sogar seine runde Form verlieren und elliptisch werden.
3. Verkürzte Standzeit des Bohrers: Durch das Taumeln kommt es zu einer ungleichmäßigen Kraftverteilung zwischen den beiden Schneidkanten, wodurch eine Schneide übermäßig beansprucht wird, was zu schnellerem Verschleiß und Abstumpfung führt.
4. Erhöhtes Risiko von Bohrerbruch: Radialer Rundlauffehler erzeugen erhebliche Vibrationen. Beim Bohren tiefer Löcher kann diese Vibration den Bohrer leicht zum Bruch bringen.
Warum kommt es zu einem Runout?
Der Rundlauffehler ist nicht immer die Schuld des Bohrers. Meistens handelt es sich um ein „Systemproblem“:
• Probleme mit der Werkzeugmaschine oder dem Bohrfutter: Ist Ihr Bohrfutter mit Metallspänen verschmutzt? Ist es stark abgenutzt? Dies ist das häufigste Problem. Eine unsachgemäße Einspannung führt dazu, dass der Bohrer eiert.
• Montageprobleme: Der Bohrer ragt zu weit heraus oder ist nicht sicher eingespannt.
• Der Bohrer selbst: Natürlich können minderwertige Bohrer von Natur aus verbogen sein oder asymmetrisch geschliffene Schneidkanten aufweisen. Insbesondere Spiralbohrer werden in zwei Arbeitsgängen hergestellt: Walzen und Schleifen. Geschliffene Bohrer weisen im Allgemeinen einen besseren Rundlauf auf als gewalzte Bohrer.
Wie lässt sich das feststellen?
Es gibt zwei Hauptmethoden zur Bestimmung des Rundlauffehlers von Bohrern: eine einfache Sichtprüfung und eine präzise Messung. Die einfachste Sichtprüfung besteht darin, den Bohrer einzusetzen, ihn mit niedriger Drehzahl zu drehen und die Bohrerspitze auf Augenhöhe zu beobachten. Erscheint die Bohrerspitze klar und stabil, ist alles in Ordnung. Treten jedoch Doppelbilder, Unschärfe oder eine deutliche Vergrößerung des sich drehenden Kreises auf, deutet dies auf einen erheblichen Rundlauffehler hin.
Eine präzisere Methode verwendet eine Messuhr (oder ein Mikrometer): Zuerst wird der Bohrer fest eingespannt, dann wird die Messspitze an die Schneide oder den glatten Schaftbereich angelegt. Die Spindel wird manuell um eine volle Umdrehung gedreht, und die Differenz zwischen dem maximalen und minimalen vom Zeiger angezeigten Wert wird notiert. Diese Differenz entspricht dem Gesamtrundlauf der Messuhr.
Unser Vorschlag
Bei der Herstellung von Spiralbohrern aus Hochgeschwindigkeitsstahl unterliegen unsere Bohrer strengen Prüfstandards hinsichtlich der Geradheit des Bohrkörpers und der Symmetrie der Schneidkanten. So stellen wir sicher, dass jeder Bohrer vor Verlassen unseres Werks den Präzisionsstandards entspricht.
Auch ein gutes Pferd verdient einen guten Sattel. Um optimale Bohrergebnisse zu erzielen, denken Sie bitte daran, Ihr Maschinenbohrfutter regelmäßig zu reinigen und zu überprüfen!
Sollten Sie während der Bearbeitung Fragen haben, können Sie sich jederzeit gerne an uns wenden.
Veröffentlichungsdatum: 10. Dezember 2025



