Einführung
★Was ist ein Linksgewindebohrer?
Ein Linksgewindebohrer – auch Umkehrgewindebohrer oder Spiralbohrer genannt – sieht einem Standard-Spiralbohrer fast identisch aus. Der entscheidende Unterschied liegt in der Spiralrichtung: Während sich ein Standardbohrer im Uhrzeigersinn (rechtsdrehend) dreht, dreht sich ein Linksgewindebohrer gegen den Uhrzeigersinn (linksdrehend).
Bei Verwendung mit einer auf Linkslauf eingestellten Bohrmaschine schneidet der Bohrer in der gleichen Drehrichtung in das Werkstück, in der auch eine Gewindeschraube gelöst wird. Dadurch wirken zwei Kräfte gleichzeitig auf eine abgebrochene Schraube oder einen festsitzenden Bolzen: Der Bohrer bohrt sich hinein, während das Drehmoment gegen den Uhrzeigersinn die Schraube herausdreht.
In vielen Fällen löst sich das abgebrochene Befestigungselement von selbst und dreht sich heraus, bevor man mit dem Bohren fertig ist – wodurch die Notwendigkeit eines separaten Ausdrehers völlig entfällt.
★Worin besteht der Unterschied zu einem herkömmlichen Spiralbohrer?
Ein handelsüblicher Rechtsgewindebohrer, der bei einer abgebrochenen Schraube verwendet wird, verschlimmert die Situation nur: Er bohrt sich in das Befestigungselement und übt gleichzeitig ein Drehmoment im Uhrzeigersinn aus – also in die gleiche Richtung wie beim Anziehen. Dadurch kann die abgebrochene Schraube tiefer in das Gewinde getrieben werden, der Gewindeeingriff verengt werden und das Herausdrehen deutlich erschwert werden.
Ein Linksgewindebohrer kehrt diese Dynamik um. Jeder Millimeter Bohrvorschub erzeugt zudem ein Lösemoment. Bei bündig oder leicht unter der Oberfläche abgebrochenen Schrauben reicht diese gegenläufige Schneidwirkung oft aus, um das Befestigungselement vollständig zu lösen, ohne dass ein Ausdreher benötigt wird.
Wenn sich der Bolzen nicht von selbst löst, ist das vorgebohrte Loch bereits richtig dimensioniert und zentriert für einen Spiralnut-Ausdreher – der nächste Schritt ist also sauber und präzise und ohne unnötigen Aufwand.
★Hauptanwendungen
Entfernung von abgebrochenen Schrauben und Bolzenist der typische Anwendungsfall. Linksgewindebohrer gehören zur Standardausrüstung jeder professionellen Werkstatt, die regelmäßig mit Folgendem arbeitet:
• Festsitzende Auspuffkrümmerbolzen— durch Hitzeeinwirkung in Zylinderköpfen; eines der häufigsten und kostspieligsten Probleme mit gebrochenen Befestigungselementen bei der Autoreparatur
• Abgerissene Zylinderkopfschrauben— Reparaturen an Zylinderköpfen, bei denen der Erhalt des Gewindes entscheidend ist und Fehler teuer sind
• Abgebrochene Innensechskantschrauben— bei bearbeiteten Oberflächen, Gehäusen und Flanschen, wo das umgebende Material nicht beschädigt werden kann
• Verrostete Befestigungselemente an Aufhängung und Bremsen— Bolzen brachen beim Ausbau an korrodierten Fahrwerkskomponenten
• Allgemeine Instandhaltung und industrielle Wartung— jede Umgebung, in der Befestigungselemente im Betrieb klemmen, abscheren oder brechen.
★Schaft- und Verpackungsoptionen
Gerader Schaft— Kompatibel mit Standard-Bohrfuttern (mit oder ohne Schlüssel) aller Größen. Die universelle Wahl für Tischbohrmaschinen, Handbohrmaschinen und Schlagschrauber mit Bohrfutteradaptern.
1/4"-Sechskantschaft— Passgenau für Schnellwechselsysteme und Bithalter. Bevorzugt in Kfz-Werkstätten, wo Werkzeugwechsel schnell erfolgen müssen und der Bohrer für verschiedene Bittypen verwendet wird.
Verpackung:
•Einzelstück (Großpackung / Industriebedarf)
•Einzelhandelssets (verschiedene metrische oder imperiale Sortimente)
•OEM-/Eigenmarkenverpackungen erhältlich – kontaktieren Sie uns bezüglich Mengen- und Spezifikationsanforderungen.







