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DIN 333 Typ A vs. Typ B Zentrierbohrer: So wählen Sie den richtigen aus

Wenn Ingenieure und Einkäufer eine DIN 333 Zentrierbohrmaschine spezifizieren, ist eine der häufigsten Fragen, die uns gestellt wird: „Was ist der Unterschied zwischen Typ A und Typ B – und welchen benötige ich eigentlich?“

Das ist eine berechtigte Frage. Beide Typen haben denselben 60°-Fasenwinkel, entsprechen der DIN 333 und sind in denselben Werkstoffen erhältlich. Es gibt jedoch einen wesentlichen geometrischen Unterschied, der sich direkt darauf auswirkt, wie gut die Zentrierbohrung den Bearbeitungsprozess übersteht.

Dieser Leitfaden erläutert den Unterschied anschaulich und enthält Maßtabellen nach DIN 333 für beide Typen.

Was ist ein DIN 333 Zentrierbohrer?

Ein Zentrierbohrer – auch kombinierter Bohrer und Senker genannt – dient dazu, am Ende eines Werkstücks vor dem Drehen zwischen den Spitzen einer Drehmaschine eine präzise 60°-Kegelbohrung herzustellen. Diese Zentrierbohrung bietet einen stabilen Auflagepunkt für die Reitstockspitze und gewährleistet so Rundlaufgenauigkeit und Positioniergenauigkeit bei nachfolgenden Dreh-, Schleif- oder Fräsbearbeitungen.

DIN 333 ist die deutsche Norm (Deutsches Institut für Normung), die Geometrie, Abmessungen und Toleranzen von 60°-Zentrierbohrern regelt. Sie definiert drei Typen: Typ A, Typ B und Typ R. Dieser Artikel konzentriert sich auf die beiden am häufigsten verwendeten Typen: A und B.

DIN 333 Zentrierbohrer 1

Der Kernunterschied: Eine Fase vs. zwei Fase

Typ A — Einfache 60°-Fase

Typ A ist die Standardgeometrie für Zentrierbohrungen. Sie erzeugt eine Zentrierbohrung mit einer einzelnen 60°-Fase, die direkt mit der Reitstockspitze zusammenpasst. Am Bohrungseintritt befindet sich kein zusätzlicher Winkel.

Dies macht Typ A zur schnelleren und einfacheren Wahl für allgemeine Dreharbeiten, bei denen das Werkstück unmittelbar nach dem Zentrieren bearbeitet wird und bei denen die Zentrierbohrung zwischen den Arbeitsgängen nicht erhalten bleiben muss.

Typ B – 60°-Fase mit 120°-Schutzwinkel

Typ B verfügt über eine zweite Fase am Bohrungseingang: eine 120°-Schutzsenkung. Dieser Außenwinkel schützt die kritische 60°-Auflagefläche vor Graten, Spänen und Beschädigungen beim Handling, Umspannen und Lagern zwischen den Bearbeitungsschritten.

Ohne diesen Schutz kann jede Verformung oder Verunreinigung am Rand der Zentrierbohrung dazu führen, dass die Reitstockspitze nicht richtig sitzt – was zu Rundlauffehlern führt und die Genauigkeit nachfolgender Bearbeitungsvorgänge verringert. Typ B beseitigt dieses Risiko.

Daher ist Typ B die bevorzugte Wahl, wenn:
• Das Werkstück durchläuft mehrere Bearbeitungsschritte vor dem endgültigen Drehen.
• Die Teile werden zwischen Zentrieren und Drehen gelagert oder transportiert.
• Hohe Positionsgenauigkeit und Rundlaufgenauigkeit sind entscheidend
• Das Mittelloch muss für mehrere Aufbauten wiederverwendet werden.

Kurzübersicht: Typ A vs. Typ B

Typ A (DIN 333-A) Typ B (DIN 333-B)
Fasengeometrie Einfache 60°-Fase 60°-Fase + 120°-Schutz
Mundschutz Keiner Ja – 120° bewachen den Eingang
Körperdurchmesser (d2) Kleiner Größer (bei gleichem d1)
Gesamtlänge (L1) Kürzer Länger
Am besten geeignet für Allgemeines Drehen, sofortige Verwendung Mehrfachbetrieb, Speicherung zwischen den Stufen
Präzisionsanforderungen Standard Höher — geschützte Sitzfläche
Materialoptionen M2, M35 M2, M35
Oberflächenbeschaffenheit Hell / TiN Hell / TiN

DIN 333 Typ A — Standardabmessungen

d1 — Pilotdurchmesser (mm) d2 — Gehäusedurchmesser (mm) L1 — Gesamtlänge (mm)
1,00 3.15 31,5
1,25 3.15 31,5
1,60 4,00 35,5
2,00 5,00 40,0
2,50 6.30 45,0
3.15 8.00 50,0
4,00 10.00 56,0
5,00 12,50 63,0
6.30 16.00 71,0
8.00 20,00 80,0
10.00 25,00 100,0
12,50 31,50 125,0

DIN 333 Typ B — Standardabmessungen

d1 — Pilotdurchmesser (mm) d2 — Gehäusedurchmesser (mm) L1 — Gesamtlänge (mm)
1,00 4,00 35,5
1,25 5,00 40,0
1,60 6.30 45,0
2,00 8.00 50,0
2,50 10.00 56,0
3.15 11.20 60,0
4,00 14.00 67,0
5,00 18.00 75,0
6.30 20,00 80,0

Materialoptionen: M2 vs. M35

Zentrierbohrer des Typs A und B sind in zwei HSS-Güten erhältlich. Die Materialwahl ist unabhängig vom Typ – sie hängt vom Werkstückmaterial und dem Produktionsvolumen ab.

M2 HSS — Standardqualität
M2 (HS6-5-2) ist die weltweit am häufigsten verwendete HSS-Sorte. Sie bietet gute Zähigkeit, zuverlässige Verschleißfestigkeit und gleichbleibende Leistung bei einer Vielzahl von Werkstückmaterialien – Baustahl, Aluminium, Gusseisen, Kupfer und den meisten Nichteisenmetallen. M2-Zentrierbohrer sind die Standardwahl für allgemeine Bearbeitungsumgebungen.

M35 HSS-Co – Kobaltsorte für anspruchsvolle Anwendungen
M35 (HS6-5-2-5, auch bekannt als HSSCo5) enthält zusätzlich 5 % Kobalt auf Basis von M2. Dadurch erhöht sich die Hitzebeständigkeit auf ca. 630–650 °C und die Härte auf 63–66 HRC. M35 ist die bevorzugte Sorte zum Zentrieren von Edelstahl, legiertem Stahl oder anderen schwer zerspanbaren Werkstoffen sowie in der Serienfertigung, wo eine lange Werkzeugstandzeit entscheidend ist.

M2 vs 35M

Oberflächenoptionen

Wie Sie die richtige Wahl treffen: Ein praktischer Entscheidungsleitfaden

Wenn Sie ein Werkstück zentrieren, das anschließend in derselben Aufspannung gedreht wird, ist Typ A die richtige Wahl. Er ist einfacher, etwas kürzer und deckt die meisten Standardanwendungen zum Zentrieren an Drehmaschinen ab.

Falls Ihr Prozess einen der folgenden Punkte beinhaltet, geben Sie bitte Typ B an:
• Das Werkstück wandert zwischen Maschinen oder wechselt zwischen verschiedenen Arbeitsgängen.
• Die Teile werden nach dem Zentrieren und vor dem endgültigen Drehen gelagert oder gehandhabt.
• Ihre Toleranzen erfordern eine gleichbleibende, wiederholbare Geometrie der Mittelbohrung über die gesamte Produktionsserie hinweg.
• Sie arbeiten mit Präzisionswellen, bei denen ein Rundlauffehler aufgrund einer beschädigten Mittelbohrung nicht akzeptabel ist.

Im Zweifelsfall ist Typ B die sicherere Ausführung. Die zusätzliche Schutzfase erhöht die Komplexität des Bohrvorgangs selbst nicht – sie stellt lediglich sicher, dass die Auflagefläche intakt bleibt.

Was Jiacheng Tools bietet

Bei Jiacheng Tools fertigen wir Zentrierbohrer nach DIN 333 in den Ausführungen Typ A und Typ B. Sie sind in den Werkstoffen M2 und M35 mit blanker oder TiN-Beschichtung erhältlich. Alle Zentrierbohrer werden aus Vollmaterial geschliffen und weisen eine Schafttoleranz von h7 auf. Die Bohrdurchmesser reichen von 1,00 mm bis 12,50 mm (Typ A) bzw. von 1,00 mm bis 6,30 mm (Typ B).

OEM- und Private-Label-Lieferungen sind möglich. Wir arbeiten weltweit mit Distributoren aus den Bereichen Automobil, Luft- und Raumfahrt, Maschinenbau und Werkzeugbau zusammen. Wenn Sie eine Spezifikation bestätigen, ein Muster anfordern oder eine individuelle Größenangabe besprechen möchten, kontaktieren Sie unser Team unterjoeyzhu@jiachengtoolsco.comoder besuchen Siewww.jiachengtoolsco.com.


Veröffentlichungsdatum: 29. April 2026